EinBlick-Tour

Besuch im Kaufhaus Mittl in Seligenstadt

19.06.2020Hessische Staatskanzlei
Ministerpräsident Bouffier besucht das Kaufhaus Mittl in Seligenstadt.
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Ministerpräsident Bouffier besucht das Kaufhaus Mittl in Seligenstadt.
© Hessische Staatskanzlei

Die Folgen der Corona-Pandemie stellt hessische Unternehmen vor große Herausforderungen. Ob groß oder klein, etliche fürchten um ihre Existenz. Um sich über die Auswirkungen der Krise aus erster Hand zu informieren, hat der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier bei der zweiten Station seiner „EinBlick“-Tour heute das familiengeführte Kaufhaus Mittl in Seligenstadt besucht. „Ich bin beeindruckt vom mutigen und entschlossenen Handeln der Unternehmerfamilie in dieser Phase der Unsicherheit, das sorgt für Zuversicht“, sagte der Regierungschef.

Infektionszahlen in Hessen sinken

„Unsere Corona-Maßnahmen wirken und haben dazu beigetragen, dass die Infektionszahlen in Hessen sinken. Wir werden deshalb bald weitere Lockerungen vornehmen können, von denen auch unsere Wirtschaft profitieren wird. Es sollen sich in den Geschäften wieder mehr Menschen aufhalten dürfen. Trotzdem sind wir uns darüber im Klaren, dass wir noch weit weg sind vom Normalbetrieb und die aktuelle Situation für viele Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler sehr schwierig ist. Die Wirtschaft braucht Unterstützung und eine Perspektive für die Zukunft. Entsprechend haben wir auch in rekordverdächtigem Tempo gehandelt“, sagte Bouffier. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf die rund 900 Millionen Euro Soforthilfe, die innerhalb von zwei Monaten an Unternehmerinnen und Unternehmer ausgezahlt wurden, die wegen der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.

In den Gesprächen in Seligenstadt spielten auch die Erwartungen an das Gute-Zukunft-Sicherungsgesetz eine große Rolle. „Es freut mich, dass die Bewertung der Unternehmen zum Gute-Zukunft-Sicherungsgesetz des Landes grundsätzlich positiv ausfallen“, sagte der Regierungschef. Er hoffe, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer daraus Vertrauen in die Zukunft und Zuversicht schöpfen. Nach Informationen der Industrie- und Handelskammer Offenbach rechnen 80 Prozent der Betriebe mit Umsatzeinbußen, mehr als 50 Prozent wollen ihre Investitionen zurückfahren.

„Es gibt keinen Masterplan und keine Blaupause für den Umgang mit einer Pandemie. Die Entwicklungen sind zum Teil sehr unterschiedlich. Es gibt einige Profiteure. Andere Bereiche, zum Beispiel Konzertveranstalter, Tourismusunternehmen oder Messebauer, werden noch lange unter der aktuellen Situation leiden“, sagte der Ministerpräsident. Am Beispiel des Kaufhauses Mittl, einem mittelständischen Betrieb in Seligenstadt mit rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sei gut zu erkennen, wie mutig und entschieden mit großen Problemen umgegangen werden kann. Das Kaufhaus habe sich der jeweiligen Verordnungslage immer wieder aufs Neue angepasst und kann heute seinen Kunden bereits wieder ein großes Sortiment seiner Waren anbieten. „Familienbetriebe wie das Kaufhaus Mittl sind in der Region tief verwurzelt, ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und ein Rückgrat unserer hessischen Wirtschaft. Sie tragen eine große Verantwortung und sind sich darüber bewusst. Dafür danke ich Ihnen“, betonte der Ministerpräsident.

Hintergrund

Bei seiner „EinBlick“-Tour besucht der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier in den kommenden Tagen und Wochen verschiedene Einrichtungen und Organisationen, um sich ein Bild darüber zu verschaffen, wie diese durch die Corona-Krise gekommen sind, mit welchen Auswirkungen sie noch rechnen und wie ihre Perspektiven für die Zukunft sind. Die Tour startete am 18. Juni in der Martin-Niemöller-Schule in Riedstadt.

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