Infrastruktur

Brückeninvestitionen auf Rekordniveau

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Straßenbauarbeiten
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In die Sanierung von Hessens Straßenbrücken fließen bis 2021 rund 1,1 Mrd. Euro. „Noch nie ist so viel Geld in das hessische Fernstraßennetz investiert worden wie seit 2014“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Montag. „Wir haben begonnen, den in Jahrzehnten aufgelaufenen Sanierungsstau aufzulösen. 2017 haben die Investitionen mit 695 Millionen Euro erneut ein Rekordniveau erreicht. Wir konnten sogar fast 60 Millionen Euro mehr verbauen, als uns der Bund zu Beginn des Jahres zur Verfügung gestellt hatte. Auch in den nächsten Jahren geht ein erheblicher Anteil in die Sanierung und Erneuerung von Brücken.“

Auflösung des Sanierungsstaus

Wie der Minister erläuterte, wurden 2017 insgesamt 135 Brückenerhaltungsmaßnahmen begonnen. 94 wurden abgeschlossen, 41 Projekte laufen im Jahr 2018 weiter. Hinzu kommen 108 neue Vorhaben wie die Talbrücke Langenschwarz (A 7), die Überführung der B54 bei Haiger (A 45, B 54) und die Verstärkung der Bergshäuser Brücke (A 44). Damit summieren sich die Brückeninvestitionen in diesem Jahr auf rund 225 Mio. Euro.

1,1 Mrd. Euro bis 2021 eingeplant

Bis zum Jahr 2021 sind für Brückenerneuerung und -sanierung sogar 1,1 Mrd. Euro eingeplant (rund 919 Mio. Euro bei Autobahnen, 119 Mio. bei Bundesstraßen und 75 Mio. bei Landesstraßen). „Es sind immer mehr Menschen, immer mehr Autos und vor allem immer mehr LKW unterwegs“, sagte Al-Wazir. „Unsere Straßen werden immer voller, und vor allem unsere Brücken nutzen sich immer schneller ab. Wir arbeiten jetzt mit Rekordinvestitionen an der Erneuerung dessen, was Jahrzehnte nicht in Schuss gehalten wurde.“

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Von den 5.500 hessischen Straßenbrücken - 1.500 an Autobahnen, 2.000 an Bundesstraßen, 2.000 an Landesstraßen – sind 370 Brücken reparaturbedürftig. Zum Teil betrifft dies nur kleinere Maßnahmen wie etwa den Austausch von Geländern. 55 Brücken (davon allein 49 an Autobahnen) sind allerdings in einem Zustand, der eine regelmäßige Überwachung und in den meisten Fällen einen vollständigen Neubau verlangt. In der Mehrzahl handelt es sich um Spannbetonkonstruktionen aus den 60er und 70er Jahren, die nicht für die heutigen Verkehrsbelastungen ausgelegt waren.

Bauliche Verstärkungsmaßnahmen

„Sofern möglich, werden bauliche Verstärkungsmaßnahmen umgesetzt“, sagte Minister Al-Wazir. „Im ungünstigsten Fall aber können wie an der Salzbachtalbrücke der A 66 in Wiesbaden oder der Bergshäuser Brücke der A 44 bei Kassel auch Sperrungen von einzelnen Fahrbahnen notwendig werden. Die gute Nachricht ist: Alle Strecken können - wenn auch mit Einschränkungen - bislang unter Verkehr gehalten werden.“

2017 wurden sechs Brücken so verstärkt, dass sie bis zur Fertigstellung der Ersatz-Neubauten weiter befahren werden können. In diesem Jahr kommen zwei hinzu.

Kontinuierliche Überwachung von 16 Brücken

Bei 16 weiteren Brücken ist eine solche Verstärkung jedoch nicht möglich. Sie werden deshalb kontinuierlich überwacht, so dass bei Bedarf kurzfristige Maßnahmen wie Einschränkung des LKW-Verkehrs, Installation von Hilfsbrücken, Reduzierung der Fahrstreifen oder Einengung der Spurführung angeordnet werden können.

Höchste Baustellendichte aller Flächenländer

Minister Al-Wazir bat die Autofahrerinnen und Autofahrer um Verständnis für die damit verbunden Einschränkungen: „Im Ergebnis steigt die Zahl der Baustellen weiter an, weil wir den Sanierungsstau endlich angehen. Investitionen ins Straßennetz gehen halt nur mit Baustellen. Wir nutzen alle Möglichkeiten, um die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss zu minimieren, und damit sind wir auch sehr erfolgreich. Hessen hat die höchste Verkehrsbelastung und die höchste Baustellendichte aller Flächenländer. Und dennoch liegen wir laut ADAC weder bei Staumeldungen noch bei Staustunden in der Spitzengruppe, sondern nur im Durchschnitt. Das ist ein Erfolg des guten Verkehrs- und Baustellenmanagements von Hessen Mobil.“

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