Corona-Pandemie

Klose besichtigt die Antigen-Testproduktion

Sozial- und Integrationsminister Kai Klose: „Verfahren wie Antigen-Schnelltests, die zuverlässig und schnell Testergebnisse liefern, können bei der Bekämpfung von SARS-CoV-2 eine wichtige Rolle spielen.“

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Tests im Labor
© Unsplash

Sozial- und Integrationsminister Kai Klose besucht heute gemeinsam mit der Leiterin des Virologischen Instituts der Universitätsklinik Frankfurt, Prof. Dr. Sandra Ciesek, das Darmstädter Unternehmen R-Biopharm AG, das einen SARS-CoV-2 Antigen-Schnelltest entwickelt. Minister Klose besichtigt die Antigen-Testproduktion und informiert sich über Produktionsabläufe sowie Potenziale innovativer Diagnostika. „Regelmäßige Antigen-Schnelltests ermöglichen die frühzeitige Erkennung von Infektionen. Sie sind schnell und unkompliziert im Prinzip von jeder Person und überall durchzuführen. Das ist wichtig, denn der Faktor Zeit spielt beim Infektionsgeschehen grundsätzlich eine wichtige Rolle,“ betont der Hessische Minister für Soziales und Integration Kai Klose.

Start der „SAFE SCHOOL Studie“

Der Antigen-Schnelltest von R-Biopharm ist auch Teil der „SAFE SCHOOL Studie“, die nun startet. Es handelt sich dabei um eine wissenschaftliche Untersuchung unter Beteiligung von rund 1.000 hessischen Lehrerinnen und Lehrern. Sie prüft unter anderem neue Einsatzmöglichkeiten von Antigen-Schnelltests, damit Infektionen mit SARS-CoV-2 frühzeitig erkannt werden.

Das Hessische Kultusministerium hat die Studie in Auftrag gegeben und finanziert sie. Dazu Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: „Wir nutzen alle Möglichkeiten, den Schulbetrieb in der Corona-Zeit sicher und verlässlich zu gestalten. Mit den Selbsttests verbinden wir die große Hoffnung, Infektionen frühzeitig erkennen und die weitere Ausbreitung verhindern zu können.“

Die fachliche Begleitung erfolgt durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration. Das Institut für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt hat die wissenschaftliche Leitung inne. Im Rahmen der „SAFE-School Studie“ wird nun ein Pilotprojekt im schulischen Umfeld gestartet, um ein mögliches Selbsttestverfahren auf den Weg zu bringen. Professor Dr. Sandra Ciesek erklärt: „Durch häufigeres Testen kann die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, Infizierte zu erkennen, die Sicherheit für alle zu erhöhen und Maßnahmen wie z.B. Schulschließungen zu vermeiden.“

Sinnvoller Einsatz von Antigen-Schnelltests

Erforscht werden soll zudem, inwiefern Antigen-Schnelltests zukünftig die bislang überwiegend verwendeten PCR-Tests sinnvoll ergänzen können. Kai Klose dazu: „Wir erwarten wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung zuverlässiger Testverfahren und Teststrategien. Klar sein muss aber auch, dass nicht nur wissenschaftliche und diagnostische Aspekte relevant sind. Wichtig für uns ist es auch, etwas über die Bereitschaft der Menschen zu erfahren, sich selbst zu testen. Denn – und das muss ich immer wieder betonen – wie erfolgreich wir bei der Bekämpfung der Pandemie sind, hängt davon ab, ob die Menschen in Hessen bereit sind, derartige Szenarien im Alltag zusammen mit medizinischen Fachkräften zu erproben.“

Innovationspotenzial des Standorts Hessen

Minister Klose erklärt zudem, dass die Entwicklung und Produktion des Antigen-Schnelltests der Firma R-Biopharm ein weiterer Beweis für das Innovationspotenzial des Standorts Hessen darstellt. Christian Dreher, Vorstandsvorsitzender der R-Biopharm AG, schließt: „Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Universitätsklinikum Frankfurt, Hessischem Kultusministerium, dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und uns ist ein deutlicher und überzeugender Beleg dafür, dass der Diagnostikstandort Hessen für die Bekämpfung der Corona-Pandemie aufgestellt ist.“

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