Nachhaltigkeit

Machbarkeitsstudie für Biosphärenregion

Heute fand im Umweltministerium eine Informationsveranstaltung zu einer möglichen Biosphärenregion für die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Landräte der Landkreise Rheingau-Taunus, Main-Taunus und der Stadt Wiesbaden statt.

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Wassertropfen
© Stefan Koerber / Fotolia

Vorgestellt wurden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für eine Biosphärenregion. „Die Machbarkeitsstudie sieht ein gutes Potential für eine Biosphärenregion in den Landkreisen Rheingau-Taunus, Main-Taunus und der Stadt Wiesbaden. Unsere frühzeitige, enge und kooperative Zusammenarbeit hat bereits jetzt gezeigt, dass durch Vernetzung und Austausch zukunftsweisende gemeinsame Projekte entstehen können“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz im Anschluss an die Veranstaltung. „Die Entscheidung, wie es weitergeht, liegt in den jeweiligen Kommunen. Die Machbarkeitsstudie dient dabei als Diskussionsgrundlage“, ergänzte Hinz.

Region erfüllt formale Kriterien der UNESCO

Die Studie zeigt auf, dass die Region die formalen Kriterien der UNESCO für eine Anerkennung erfüllen kann und setzt sich mit den Chancen und Bedenken auseinander, die Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen, der Wirtschafts-, Sozial- und Naturschutzverbände, der Vereine sowie der Organisationen aus Forschung und Bildung für eine mögliche Biosphärenregion sehen. Die Machbarkeitsprüfung wird nun fertiggestellt und Ende September der Öffentlichkeit vorgestellt.

Konkretisierung der Idee

„Wir haben nun ein weiteres Treffen mit den Kommunen und Landkreisen vereinbart, um noch offene Fragen unter anderem zu möglichen gemeinsamen Projekten und zu dem einzurichtenden Verwaltungsbüro zu klären. Im Anschluss können sie entscheiden, ob die Idee einer Biosphärenregion konkretisiert werden soll und ob sie einen Antrag an die UNESCO aushandeln und ausarbeiten wollen. Wir freuen uns auf die weiterhin kooperative Zusammenarbeit mit den Regionen“, erklärte Hinz. Zum Antrag selbst würden die Kommunen und Kreise ein weiteres Mal ihr Votum abgeben. Der Prüfraum des potentiellen Biosphärengebietes umfasst eine Anzahl von 30 Kommunen, eine Fläche von ca. 125.000 Hektar und einer Bevölkerungszahl von ca. 700.000 Einwohnern mit einer Bevölkerungsdichte von 567 Einwohnern/km².

Modellgebiete für nachhaltige Entwicklung

„UNESCO-Biosphärenregionen sind international anerkannte Modellgebiete für nachhaltige Entwicklung. Dort werden Lösungen gesucht, wie auf Klimaveränderungen, Biodiversitätsverlust bei gleichzeitigem Wohnungsmangel, Infrastruktur- und Verkehrsausbau reagiert werden kann. Biosphärenregionen sind außerdem Lernorte der nachhaltigen Entwicklung. Die Städte und Gemeinden werden durch freiwillige Kooperationen und gemeinsame Projekte besser vernetzt und entwickeln sich gemeinsam weiter“, ergänzte Hinz.

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