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EinBlick-Tour

Ministerpräsident Bouffier informiert sich bei „EinBlick“-Tour in Gießener Kita über Alltag in Corona-Zeiten

08.07.2020Hessische Staatskanzlei
EinBlick Tour Kita Giessen 08. Juli 2020
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© Hessische Staatskanzlei

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat sich heute an der Kindertagesstätte „Henrys Weltentdecker“ in Gießen darüber informiert, wie Eltern, Kinder und Erziehungspersonal die vergangenen Wochen der Corona-Krise gemeistert haben. „Ich bin beeindruckt, mit welchem Engagement sich alle Beteiligten den Herausforderungen der Corona-Krise gestellt haben. Mir ist bewusst, dass die vergangenen Wochen für sie nicht einfach waren. Die niedrigen Infektionszahlen ermöglichen es nun, das Recht von Kindern auf Bildung und Teilhabe in den Vordergrund zu stellen. Wir sind froh, dass die schrittweise Rückkehr in den vollständigen Regelbetrieb nach der Schließung der Kitas so gut funktioniert hat. Das ist ein wichtiger Schritt für die frühkindliche Bildung, die Chancengerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf,“ sagte der Regierungschef auf der fünften Station seiner „EinBlick“-Tour.

Verschiedene Stationen der EinBlick-Tour

Ministerpräsident Bouffier hat in den vergangenen Tagen und Wochen verschiedene Einrichtungen und Organisationen besucht, um sich ein Bild darüber zu verschaffen, wie diese durch die Corona-Krise gekommen sind, mit welchen Auswirkungen sie noch rechnen und wie ihre Perspektiven für die Zukunft sind. Eine Schule, ein mittelständischer Familienbetrieb, ein Unternehmen und eine soziale Organisation waren bereits Stationen auf seiner Tour. „Auch wenn das öffentliche Leben langsam wieder anläuft, werden wir die Folgen der Pandemie noch lange spüren. Uns ist es wichtig zu hören, was die Menschen bewegt“, sagte Bouffier.

Dank an Eltern, Erzieherinnen und Erzieher für Einsatz in vergangenen Monaten

Die Schließung der Kitas sei wichtig gewesen und habe Kindern, Eltern und Erziehungspersonal viel abverlangt, so der Ministerpräsident bei seinem Kita-Besuch in Gießen. Er bedankte sich bei den Eltern für ihren Einsatz in den vergangenen Monaten: „Sie waren durch das Corona-Virus und die dadurch notwendigen Einschränkungen in den zurückliegenden Wochen besonders gefordert. Sie haben Außergewöhnliches dabei geleistet, für die Betreuung Ihrer Kinder zu sorgen, den Familienalltag zu meistern und oft auch zusätzlich noch Ihrem Beruf nachzugehen. Ich bin Ihnen außerordentlich dankbar dafür, dass Sie diese schwierige Zeit so gut bewältigt und dazu beigetragen haben, die Ausbreitung von Covid-19 zu bekämpfen.“ Auch an die Erzieherinnen und Erzieher richtete der Ministerpräsident seinen ausdrücklichen Dank: „Ihr Einsatz in den Kitas verdient den höchsten Respekt – sowohl in der Notbetreuung der vergangenen Wochen als auch im Regelbetrieb.“ Dieser gilt in Hessen seit dem 6. Juli. Den Entschluss hatte das Land gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden gefasst, in deren Verantwortung die Kinderbetreuungseinrichtungen liegen. Bereits vorab hatte das Land flexible Gestaltungsmöglichkeiten eingeräumt und ermöglicht, dass viele Kitas bei vorhandener Kapazität zusätzlich zur Notbetreuungsliste Kinder aufnehmen konnten. Das war auch in der Kita „Henrys Weltentdecker“ der Fall. Insgesamt 60 Kinder im Alter vom 1. vollendeten Lebensjahr bis zum Schuleintritt können in den verschiedenen Räumen und dem Außenbereich betreut werden. Derzeit sind 55 Kinder in der vom DRK betriebenen Kindertagesstätte angemeldet. Seit dem 15. Juni hat die Kita unter besonderen Auflagen, eingeschränkten Öffnungszeiten, Hygieneregeln und Veränderungen im Kita-Alltag wieder allen angemeldeten Kindern ihren Betreuungsplatz zur Verfügung gestellt.

Gesundheitsschutz bleibt wichtig

„Dass wir den Schritt zurück in den Regelbetrieb gehen konnten, ist nicht zuletzt auf das verantwortungsbewusste Verhalten des Erziehungspersonals und auf die gute Vorbereitung und Organisation an den Kitas zurückzuführen“, betonte Bouffier. „Wir dürfen nicht vergessen: Das Virus ist immer noch da.“ Es sei wichtig, auch weiterhin den Gesundheitsschutz in den Betreuungseinrichtungen mit geeigneten Hygienemaßnahmen großzuschreiben. Um eine Durchmischung der Gruppen zu vermeiden, wurden in der Kita „Henrys Weltentdecker“ die Kinder in fünf feste Gruppen aufgeteilt und feste Belegungszeiten für die verschiedenen Räume und das Außengelände festgelegt. Diese Maßnahmen werden bis zur Sommerpause Ende Juli bestehen bleiben.

„Mit jedem weiteren Lockerungsschritt tragen wir dazu bei, dem Recht auf Bildung und Teilhabe wieder Geltung zu verschaffen“, erklärte der Regierungschef abschließend. „Eltern mit kleinen Kindern können Familie und Beruf nun wieder besser vereinbaren. Damit geben wir ihnen für die kommenden Wochen eine gute Perspektive.“

Hintergrundinformationen

Seit dem 16. März bestand in Hessen ein grundsätzliches Betretungsverbot für Kindertageseinrichtungen. Ausnahmen bestanden für Angehörige bestimmter Funktionsberufe, aber auch berufstätige Alleinerziehende sowie aus Gründen des Kindeswohls. Es wurden familiäre Betreuungsgemeinschaften zugelassen und seit dem 25. Mai die Betreuung in der Kindertagespflege wieder umfänglich ermöglicht. Seit dem 2. Juni besteht in den Kindertageseinrichtungen der „eingeschränkte Regelbetrieb“.

Seit dem 6. Juli können Eltern ihre Kinder wieder im gewohnten Umfang betreuen lassen. Die zuständigen Kommunen und Träger müssen gemeinsam sicherstellen, dass dieser Betreuungsanspruch erfüllt wird. Um pandemiebedingte Engpässe beim Betreuungspersonal abzufedern, kann der geltende Fachkraftschlüssel nach Beratung durch die Jugendämter vorübergehend gelockert werden. Für Kinder mit Krankheitssymptomen und Kinder, die Kontakt mit infizierten Personen hatten, besteht weiterhin ein Betretungsverbot. Es gelten weiterhin die erforderlichen Hygienevorgaben.

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