Corona-Impfungen

Vier Millionen Zweitimpfungen in Hessen verabreicht

Gesundheitsminister Kai Klose: „Das ist ein Meilenstein, der nur ein Zwischenschritt sein kann – mit unseren Partnern der Impfallianz wollen wir die Impfquote weiter steigern.“

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Eine Impfdose, ein Pflaster und eine Spritze liegen auf einem Impfpass.
© penofoto.de – stock.adobe.com

In Hessen wurden im Rahmen der Impfkampagne zum Schutz gegen das Coronavirus inzwischen vier Millionen Zweitimpfungen verabreicht. „Das ist ein echter Meilenstein und zeigt, dass der größte Teil der hessischen Bevölkerung die Impfung bereits als Schlüssel zur Bewältigung dieser Pandemie erkannt hat“, sagt der hessische Gesundheitsminister Kai Klose. „Auch dieser Meilenstein ist aber nur ein Zwischenschritt, wir müssen die Impfquote weiter steigern. Deshalb appelliere ich einmal mehr an alle, die sich bislang nicht dazu durchringen oder aufraffen konnten: Lassen Sie sich impfen – für Ihren eigenen Schutz und für den Ihrer Liebsten!“

Die Quote der vollständig Geimpften liegt in Hessen aktuell bei 63,7 Prozent. „Das bislang Erreichte ist das Ergebnis der guten Arbeit in der Regelstruktur aus niedergelassenen Ärzt*innen und Apotheken sowie in den Impfzentren. Heute schließen die Impfzentren landesweit – zusammen mit den Partnern der Impfallianz sorgen wir dafür, dass die Impfkampagne lückenlos und flächendeckend weiterlaufen kann: In ganz Hessen finden Impf-Aktionen statt, zudem können Sie sich jederzeit in Ihrer Hausarztpraxis impfen lassen“, so Minister Klose.

Das bekräftigt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH), Dr. Eckhard Starke: „Die hessischen Bürgerinnen und Bürger können sich darauf verlassen, dass alle Impfungen, die nach Schließung der Impfzentren nötig sind, von den niedergelassenen Haus- und Fachärzt*innen vorgenommen werden können. Bevor es nun wirklich Herbst wird, appellieren wir als KV Hessen an alle Ungeimpften: Schützen Sie sich und andere, übernehmen Sie Verantwortung und lassen Sie sich impfen, auch gegen die saisonale Grippe“, so Dr. Starke. Der Vorsitzende des Hausärzteverbands Hessen, Armin Beck, fügt hinzu, man sehe die Schließung der Impfzentren auch als Ansporn, die ausstehenden Erst- und Zweitimpfungen sowie aktuell und zukünftig notwendige Drittimpfungen möglichst umfangreich abdecken zu können. „Die jetzt erreichte Marke von vier Millionen Zweitimpfungen in Hessen macht uns stolz. Es zeigt, dass die Hinzunahme von niedergelassen Kollegen und Kolleginnen zu einer massiven Steigerung der Impfzahlen geführt hat“, so Beck.

Anfängliche Schwierigkeiten wurden längst überwunden

Ein Engpass bei der Versorgung mit Impfstoffen wie er zu Beginn der Kampagne herrschte, ist schon lange kein Thema mehr – und die Infrastruktur für die Belieferung der Praxen hat sich in Hessen längst etabliert. „Das hat so zuverlässig funktioniert, dass den Apotheken auch die Versorgung aller weiterhin impfenden Partner übertragen wurde. Dieses Vertrauen ist den Apotheken-Teams Anerkennung und Ansporn zugleich: Sie werden alles daransetzen, in ihren täglichen Gesprächen mit Patient*innen weiterhin möglichst viele Menschen in Hessen zu einer Impfung zu motivieren“, sagt der Vorsitzende des Hessischen Apothekerverbandes, Holger Seyfarth.

Dem pflichtet die Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, Ursula Funke, bei und verweist darauf, dass erst durch diese engmaschige Infrastruktur niedrigschwellige Impfangebote für viele Menschen ermöglicht wurden: „Auch künftig werden die Apotheken vor Ort die reibungslose und sichere Versorgung mit Impfstoffen sicherstellen. Ich appelliere an alle noch nicht geimpften Personen, das Impfangebot schnellstmöglich wahrzunehmen, um sich und andere gerade im kommenden Winter zu schützen“, sagt Funke.

Gesundheitsminister Klose verweist in diesem Zusammenhang erneut auf die Impfquote der Covid-Patient*innen auf hessischen Intensivstationen: Aktuell sind 79 Prozent der 120 dort mit einer SARS-Cov-2-Infektion behandelten Menschen nicht vollständig geimpft. 17 Prozent verfügen über vollständigen Impfschutz, zählen allerdings aufgrund ihres Alters oder von Vorerkrankungen zu den vulnerablen Gruppen. „Diese Werte belegen den Schutz, den die Impfung vor einem schweren Krankheitsverlauf bietet. Steigen die Patient*innenzahlen weiter an, müssen wir unser Gesundheitssystem wieder vor Überlastung schützen. Mit einer hohen Impfquote können wir das verhindern“, so Klose. „Sich noch immer nicht impfen zu lassen, heißt auch, sich der gemeinschaftlichen Verantwortung gegenüber Kindern unter zwölf Jahren zu entziehen, für die bisher kein Impfstoff zugelassen ist – und es ist denen gegenüber unsolidarisch, die sich aufgrund einer Erkrankung nicht impfen lassen können“, sagt der Gesundheitsminister.

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